Sonntag, 20. Mai 2012

Raser schocken die PolizeiDonnerstag, 15. Dezember 2011

Die Anwohner des Baugebiets Östliche Emsterrassen ärgern sich über schnelle Autos. Foto RED

GREVEN. Streng genommen dürfte kein Verkehrsteilnehmer die Frau mit dem Kinderwagen auf der Philipp-Manz-Straße überholen: Diese ist nämlich wie auch die angrenzenden Stichstraßen im Baugebiet Östliche Emsterrassen als verkehrsberuhigter Bereich gekennzeichnet.

Streng genommen, aber dass Schrittgeschwindigkeit in der Realität kaum gefahren werden kann, haben inzwischen auch viele Gerichte eingesehen.

So gilt in der Rechtsprechung allgemein, dass in den sogenannten „Spielstraßen“ eine Geschwindigkeit „deutlich unter 20 km/h“ noch im Rahmen sei, zumal Radfahrer, die nun mal auch zu den Verkehrsteilnehmern gehören, bei 7 km/h eher ins Trudeln kommen und so selbst zum Verkehrshindernis würden.
Viele Anwohner würden sich schon freuen, wenn manche Raser wenigstens etwas langsamer fahren würden. „Hier wohnen viele Familien mit kleinen Kindern und keiner will, dass es einmal zu einem Unglück kommt“, sagte Stevens Gomes in der Einleitung zu einer Versammlung von Anwohnern, an der neben Vertretern aus Politik und Verwaltung auch Wilfried Roth teilnahm, der mit seiner Immobilien-Agentur das Gebiet vermarktet.
Laut seiner Aussage soll der letzte Abschnitt zum verkehrsberuhigten Ausbau im kommenden Mai starten. Damit wären weitere Voraussetzungen geschaffen, dass auf der Philipp-Manz-Straße in Zukunft keine Geschwindigkeiten jenseits der 50 km/h gefahren werden können. Diese erschreckende Zahl wurde nämlich bei Messungen der Polizei in den vergangenen Wochen mehrfach übertroffen.

„Der ausführende Beamte war richtig geschockt“, erzählt Michael Benson, auf dessen Initiative hin die Polizei tätig wurde. Wilfried Roth, der aus seinem Büro einen Teil der Straße im Blick hat, mahnt aber, dass es sich hier „fast ausschließlich um Anwohner und deren Besucher“ handele. Sein Vorschlag: Die Initiative soll ein Infoblatt entwerfen und darauf die Problematik darstellen. Er würde gerne für die Verteilung an die Haushalte in dem Gebiet sorgen. Weitere bauliche Maßnahmen zur Geschwindigkeitsreduzierung wie das Anlegen von Betonschwellen werde es nicht geben, so der Bauausschussvorsitzende Helmut Röwemeier.
Ein weiterer Punkt, der angesprochen wurde war die Parkplatzsituation, die sich vor allem rund um das CMS-Wohnstift in Zukunft deutlich verschärfen werde, wenn auch die Wohnbebauung zwischen den Stadtvillen und dem Ballenlager begonnen werde.
Hier sei aber Initiative aus dem CMS gefragt, so Roth, schließlich gebe es ein Angebot von Seiten des Hagebau-Markts, eine Parkfläche für mindestens 25 Fahrzeuge zu schaffen.

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Beitrag von: WA
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