Die WDR-Big-Band bildet den Auftakt der Konzerte, mit denen sich die KI zum Jubiläum selbst beschenkt. Foto RED
GREVEN. Die Kulturinitiative Greven feiert in diesem Jahr ihr 25-jähriges Jubiläum. Den Auftakt des Festjahres bilden gleich drei hochkarätige Konzertveranstaltungen.
Den Anfang macht am morgigen Donnerstag, 26. Januar, um 20 Uhr die WDR-Big- Band, die im Kulturzentrum GBS (Ballenlager) Kompositionen der Jazz-Ikone Charles Mingus präsentiert.
Am Samstag, 28. Januar, zelebriert die Formation „Drums United“ an gleicher Stelle und ebenfalls um 20 Uhr ihr Tourneeprogramm „Drums of the World“.
Am 12. Februar präsentiert die Kulturinitiative die Sängerin Katja Ebstein mit ihrem Konzert „Na und? Wir leben noch!“.
Die Musik von Charles Mingus ist so vielfältig, wie es sein Charakter war. Da gibt es sanfte, bittersüße Balladen, aber ebenso auch kraftvoll-rebellische Stücke, mit denen Mingus auf die Rassenkonflikte der 1960er Jahre reagierte.
Der wachsenden Kommerzialisierung des Jazz setzte er neue, radikale Konzepte entgegen: Groß angelegte Formate, komplexe Strukturen und ein souverän ausbalanciertes Kräftespiel von musikalischer Form und Improvisation. Mit dem Doppelalbum „Changes One/Two“ gelang Mingus 1975 ein Comeback, nachdem seine Karriere Ende der 1960er Jahre wieder einmal auf dem Tiefpunkt angelangt war.
Der Dirigent der WDR-Big- Band Michael Abene hat die ursprünglich für eine Sextett-Besetzung konzipierten Titel des Albums für Jazzorchester arrangiert.
„Drums United“ sind eine All-Star-Band mit acht Meistertrommlern aus vier Erdteilen, die ihr Publikum auf eine Weltreise in Sachen „Groove“ mitnehmen.
Allein im vergangenen Jahr trat die Ethno-Crossover-Truppe in Indien, Bangladesch, Ägypten, Venezuela, Kanada, USA, Zypern und Holland auf.
Dabei nutzen sie eine Vielfalt an raren Percussion-Instrumenten wie Tablas, Congas, Bongos, Talking Drums, Djembes, Shaker, Cajons, Schlagzeug sowie skurrile Geräusche und Samples spielende Drum-Computer.
Immer wieder wirbeln die Musiker tanzend mit ihren Trommeln über die Bühne oder geben fetzige Scat-Einlagen. Bei einem Drums-United-Konzert fließt jede Menge Energie.
Herz und Seele der Gruppe ist Lucas van Merwijk, der für sein Lebenswerk 2010 beim „Dutch Jazz & World Meeting“ mit dem „Global Act Award“ ausgezeichnet wurde.